Es waren Bergleute - die ersten Bewohner der Wennigser Mark. Georg Bullerdieck war einer von ihnen. Er war es leid den langen Anmarschweg von Wennigsen bis zum Wilhelmstollen, oberhalb Egestorfs, jeden Tag zwei mal zu laufen. So erwarb er hier günstig ein Grundstück und baute 1875 das erste Haus der Wennigser Mark - heute das Haus Schaff, Egestorfer Straße 33.

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Eine Karte aus dem Jahre 1898 zeigt die ersten Anfänge der Wennigser Mark, deren Häuser entlang der heutigen Egestorfer Straße stehen. Damals hieß die Egestorfer Straße noch Neue Kohlenstraße und wurde als Weg für die Kohlentransporte und als Arbeitsweg der Bergleute zwischen den Egestorfer Stollen und Wennigsen genutzt.

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Zwischen 1894 bis 1916 entstanden 23 neue Häuser in der Wennigser Mark. Nicht nur Bergleute ließen sich jetzt in der Wennigser Mark nieder, auch wohlhabende Städter zog es um die Jahrhundertwende in die Wennigser Mark. Gleichzeitig entwickelte sich der Ortsteil zu einem beliebten Ausflugsziel für Sommerfrischler.

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Als die Auswirkungen des 1. Weltkrieges überwunden waren, setzte sich die Entwicklung der Wennigser Mark fort. 1924 eröffnete Heinrich Stegen aus Langreder im Haus Nr. 186 einen Laden für Kolonialwaren und Feinkost. Das war für die Wennigser Mark ein Fortschritt, denn bisher mussten die Einkäufe entweder in Wennigsen und Egestorf getätigt werden oder die Kaufleute fuhren mit Pferdefuhrwerken in die Wennigser Mark und verkauften ihre Waren vor Ort .

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Die Wennigser Mark platzte jetzt aus allen Nähten, denn durch die Zuweisung von Flüchtlingen aus dem Osten wurde jeder Quadratmeter Wohnraum zwangsweise belegt. Auch in den Gebäuden der ehemaligen Zündschnurfabrik wurden Flüchtlinge untergebracht. Der Kampf ums Überleben und die Ungewissheit, wie es weitergehen sollte, zwang zum Zusammenhalten. Jedes Stück Land wurde für die Versorgung mit Getreide, Kartoffeln, Rüben und Gemüse genutzt.

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