23 Märker gründen Förderverein "Corvinus-Zentrum"
Wennigser Mark (mi). Aus der seit einem Jahr bestehenden „Projektgruppe Mehrgenerationenhaus“ in der Wennigser Mark wurde am Donnerstagabend der „Förderverein Corvinus-Zentrum Wennigser Mark“, dem sich sofort 23 Mitglieder anschlossen und aus ihrer Mitte einen Vorstand wählten.
Wie berichtet, befassen sich die drei Märker Thomas Ceglarek, Wolfgang Dankert und Ernst-Udo Schmidt in der Wennigser Mark damit, ein Begegnungszentrum zu errichten. Sie haben ein Konzept für ein Mehrgenerationenhaus (MGH) entworfen, das auf dem Kirchengrundstück der Corvinuskapelle entstehen soll. Dabei wird auch die Kapelle mit einbezogen, die multifunktional sowohl für kirchliche als auch kulturelle Veranstaltungen genutzt werden soll.
Kernstück des MGH soll ein neuer Kindergarten mit einer Krippengruppe werden. Dazu hat das Trio vorgesehen, das auf dem hinteren Grundstück befindliche ehemalige Freizeitheim des Kirchenkreises abzureißen und dort den Kindergarten zu errichten, der den bisherigen Kinderspielkreis in der Mark ersetzen soll.
Die Bedarfsplanung für Kindergarten- und Krippenplätze in der Gemeinde wurde bereits entsprechend angepasst. Die Gesamtkosten des MGH-Projektes sollen rund 700 000 Euro betragen und den Haushalt der Gemeinde nicht belasten, sondern aus Spenden, Zuschüssen und Darlehen finanziert werden. Mit Nachdruck will die Projektgruppe an die Realisierung gehen, hat nun die Finanzierung in den Fokus genommen und den nächsten Schritt, die Gründung eines gemeinnützigen Fördervereines unter dem Namen „Corvinus-Zentrum Wennigser Mark“ realisiert.
„Zweck des Vereins ist die Förderung von Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen. Insbesondere die Förderung von Jugendlichen im nachschulischen Bereich, Förderung von Personen mit Migrationshintergrund und Förderung der Senioren“, steht unmissverständlich in der 16 Paragrafen umfassenden Satzung, die in dieser Fassung mit dem Finanzamt abgestimmt ist, um eine Gemeinnützigkeit zu gewährleisten. Keine Schwierigkeiten gab es am Donnerstagabend, die vom Gesetzgeber vorgesehenen sieben Gründungsmitglieder zu finden, die zur Vereinsgründung erforderlich waren. Zahlreiche Märker drängelten sich im Dorfgemeinschaftshaus bei der öffentlichen Gründungsversammlung. 23 davon unterschrieben nach Verlesen des Satzungsentwurfs und erklärten ihren Beitritt zum Förderverein. Eine sofortige Mitgliederversammlung folgte, um die Wahlen zum Vorstand und Gesamtvorstand durchführen zu können.
Ernst-Udo Schmidt wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Klaus Horstmann wurde zu seinem Stellvertreter bestimmt. Schriftführerin wurde Hildegard Trierweiler und die Kasse übernahm Dr. Wolfgang Dankert. Drei Beisitzer wurden anschließend für den Gesamtvorstand hinzugewählt, und zwar Thomas Ceglarek, Volker Brettschneider und Joachim Grunert. Als Rechnungsprüfer fungieren Verena Weber und Michael Brandt.
Als jährlicher Mitgliedsbeitrag wurde 20 Euro festgelegt. Jetzt wird die Arbeit nicht mehr „nur“ als Projektgruppe fortgeführt, sondern als Förderverein, der das Ziel hat, ein MGH in der Mark zu errichten, zu betreiben und zu unterhalten. Detailverhandlungen stehen an mit der Kirche, der Gemeinde und anderen Institutionen, insbesondere auch zur Frage der Trägerschaft für den geplanten Kindergarten. Doch zunächst soll der Förderverein ins Vereinsregister eingetragen werden und die Gemeinnützigkeit beantragt werden.
(Quelle: DLZ, mi, 24.07.2010)
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